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Montag, 21. August 2017

Rezension Katherine Webb

"Das Versprechen der Wüste" von Katherine Webb


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Diana Verlag (14. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291840
ISBN-13: 978-3453291843
Originaltitel: The English Girl


Inhaltsangabe:

Oman 1958: Voller Erwartungen bricht die britische Archäologin Joan Seabrook mit ihrem Verlobten Rory in die arabische Welt auf. Endlich wird sie ihr großes Idol, die betagte Entdeckerin Maude Vickery, treffen. Doch die Ankunft ist ernüchternd: Das Land befindet sich im Krieg, Maude reagiert abweisend und auch Rory zieht sich zunehmend von Joan zurück. Erst der britische Kommandant Charles Elliot nimmt sich ihrer an und legt ihr die prächtige Welt des Orients zu Füßen. Bis sie ein folgenschweres Versprechen gibt. Ein Versprechen, das Joan mitten hineinzieht in die gefährlichen Geheimnisse der Wüste … 

Autoreninfo:

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in Bath, England. Nach dem großen internationalen Erfolgsdebüt "Das geheime Vermächtnis" folgten zahlreiche Romane, die die Autorin auch in Deutschland zu einer festen Größe auf der SPIEGEL-Bestsellerliste machten.

Meine Meinung:

Titel: Nur die Wüste kennt ihr Geheimnis...

Ich habe bereits einige Bücher von Katherine Webb gelesen und so freute ich mich doch sehr endlich ein weiteres Werk von ihr genießen zu können.

Dieses Mal entführt sie uns nicht nach England, sondern in den geheimnisumwobenen Oman. Die Handlung spielt auf zwei Zweitebenen, was ich bei solchen Büchern besonders mag. Ab 1909 begleiten wir die Forscherin Maude Vickery, die als erste weiße Frau den Oman erkundete. Auf der zweiten Zeitebene ab 1958 erleben wir alles ringsum Joan Seabrook, die ein großer Fan von Maude Vickery ist, hat sie doch schließlich alles von dieser beeindruckenden Frau gelesen, nein sogar regelrecht verschlungen. Wird die Begegnung mit der Forscherin für Joan ein einschneidendes Erlebnis sein?

Der Autorin gelingt es hervorragend dem Leser Oman als Land schmackhaft zu machen. Es ist ein Land, mit dessen Geschichte ich mich noch so gar nicht beschäftigt hatte, daher war die Lektüre nur umso reizvoller. Und bereisen würde ich es nach dem Lesen jetzt auch nur zu gern.

Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ich ebenfalls eine Frau bin und aktuell im Leben einige, größere Probleme zu bewältigen habe oder ob es einfach nur an dem guten Schreibstil der Autorin liegt, dass ich mich sofort in beide weiblichen Charaktere hineinversetzen konnte. Gerade bei Maude konnte ich ihre Verzweiflung und ihre Wut nur zu gut verstehen.

Maudes Kauzigkeit hat schon irgendwas Anziehendes, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass ein Auskommen mit ihr nicht immer möglich ist. Gerade ihre Lebensverhältnisse mit den vielen Tieren im Haus, hätten mich persönlich abgeschreckt.

Joan kommt hingegen sofort als selbstbewusste Frau rüber, mit der man sich gern identifiziert. Sie sieht nicht weg bei Dingen, die sie stören, sondern geht auf Konfrontation, auch wenn es schwerfällt und sich vielleicht negativ auf ihr Leben auswirkt.

Die Ereignisse um ihren Bruder , der als Soldat einiges durchstehen muss, wussten mich ebenfalls zu fesseln. Hier kam gut rüber, warum er sein Geheimnis solange für sich behalten hat, eben weil es sein Leben zum Negativen beeinflusst hätte, gerade in der Armee.

Besonders spannend empfand ich zudem die Schilderungen der Wüste. Ich bin noch nie in einer solchen gewesen, konnte mir aber sehr gut vorstellen wie schlimm es sich anfühlen muss diese zu bezwingen, wenn man kaum noch Wasser oder zu Essen bei sich hat.

Die eingebauten kriegerischen Elemente (Kämpfe gegen Rebellen) hatten für mich etwas top Aktuelles, nur dass heute andere Länder betroffen sind, aber die Probleme ähnlich oder gar gleich sind.

Die Geheimnisse, welche am Ende der Geschichte gelüftet werden, haben es mehr als in sich. Ich habe da wirklich Bauklötze staunen müssen. Mit einigem habe ich schon gerechnet bzw. diese erahnt, aber nicht welche enormen Ausmaße sie dann doch annahmen.

Fazit: Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Gern spreche ich eine Leseempfehlung dafür aus. Wer Familiengeheimnisse mag, eingebettet in geschichtlicher Handlung, der wird hier absolut zufriedengestellt. Gelungen!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 2. November 2016

[Filmkritik] Alice im Wunderland

"Alice im Wunderland"


Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Crispin Glover, Anne Hathaway
Regisseur(e): Tim Burton
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 22. Juli 2010
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 104 Minuten


Inhaltsangabe:

Alice ist 17 und besucht eine Feier in einer imposanten Villa. Dort stellt sie fest, dass sie sich vor hunderten von Gästen der feinen Gesellschaft verloben soll. Sie folgt dem weißen Hasen in sein Loch und landet im Wunderland: Dort hat sie bereits zehn Jahre zuvor unglaubliche Abenteuer erlebt, kann sich aber nicht mehr daran erinnern. Sie trifft erneut auf all die drolligen Gestalten, die sie freudig willkommen heißen und Alice erklären, was ihr wahres Schicksal ist: Sie soll mithelfen, der erbarmungslosen Roten Königin das Handwerk zu legen.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugende Romanverfilmung...

Ja ihr mögt es kaum glauben, aber ich habe es erst jetzt geschafft diesen Film zu sehen. Bisher war mir das Buch und der Disney- Zeichentrickfilm bekannt, beide mochte ich, daher war ich auf diese Umsetzung sehr gespannt.

Der Mix aus Realfilm und Animation ist ja schon etwas Besonderes. Gerade die Tiere wie das weiße Kaninchen und die Haselmaus wussten durch ihre Niedlichkeit zu überzeugen. Die Darstellung der Grinsekatze empfand ich als besonders, hat man doch das Gefühl, dass es nichts Flauschigeres geben würde als sie. Aber auch die Kartensoldaten der roten Königin fand ich gekonnt in Szene gesetzt.

Mit Mia Wasikowska als Alice tat ich mich anfänglich etwas schwer, weil sie zu Beginn des Films nicht die Ausstrahlung hatte, die ich mir von einer Alice erwarte, aber im Laufe der Handlung wächst sie über sich hinaus. Mir gefiel, dass Alice nicht als die perfekte Schönheit dargestellt wurde und sie auch einen leichten Hauch Düsternis versprühte wie Tim Burton es gern hat.

Mein absolutes Highlight war ganz klar Johnny Depp als Hutmacher. Ihm gelingt es jedem verrückten Charakter den gewissen Charme einzuhauchen, wusste er mich bereits als kleines Kind in der Rolle des Edward mit den Scherenhänden zu überzeugen. Das ist bei mir über die Jahre offenbar hängen geblieben. Gerade die Augen des Hutmachers waren der Kracher, da muss man einfach hingucken, hypnotisierend.

Für mich kam der Film der Buchvorlage sehr nahe, da finde ich nicht wirklich etwas zum Kritisieren, auch wenn ich persönlich die eine oder andere Szene recht brutal fand.

Die FSK 12 Vorgabe ist hier in jedem Fall gerechtfertigt. Jüngere Kinder sollten den Film aufgrund der Kampfszenen nicht schauen, da diese zu gruselig sind.

Fazit: Eine grandiose Buchverfilmung. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Empfehlenswert!


Bewertung: 5/ 5 Sternen 

Montag, 31. Oktober 2016

Rezension J. K. Rowling

"Harry Potter und das verwunschene Kind" von J. K. Rowling


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Carlsen (24. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551559007
ISBN-13: 978-3551559005
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two: Special Rehearsal Edition Script


Inhaltsangabe:

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein - und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Autoreninfo:

J.K. Rowling hat mit ihren Harry-Potter-Romanen weltweit alle Rekorde gebrochen. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, über 450 Millionen Mal verkauft und in 79 Sprachen übersetzt. J.K. Rowling lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Schottland.

Meine Meinung:

Titel: Frau Rowling kann auch Theater...

Als Harry Potter Fan hatte ich so meine Zweifel, ob die achte Geschichte in Form eines Theaterstückes wirklich gut sein kann und so ließ ich lange die Finger von diesem Buch. Doch es kam wie es kommen musste: die ersten positiven Stimmen wurden laut und meine Neugierde stieg, so dass ich dann doch zu diesem besonderen Potter- Band griff.

Kaum hatte ich das Theaterstück angelesen, war ich Feuer und Flamme. Ich konnte mir das Geschilderte bildlich vorstellen und war sofort wieder drin in der Welt um Hogwarts.

Die beiden Hauptakteure Albus (Harrys Sohn) und Scorpius (Dracos Sohn) im Besonderen sind direkt sympathisch und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Rowling gelingt es auch hier wieder typische Teenagerprobleme aufzugreifen, die man nachvollziehen und mit denen man sich identifizieren kann.

Etwas seltsam fand ich die Namenswahl von Harrys Sohn, weil ich es merkwürdig finde Namen von verstorbenen Protagonisten wieder zu benutzen, aber je mehr ich las, desto schlüssiger wurde mir Rowlings Entscheidung genau diesen Namen zu wählen.

Wer diesen Potter liest, der bekommt ein besonderes Harry- Abenteuer, in dem er zwar eher eine Gast- denn eine Hauptrolle spielt, aber man ist genauso fasziniert und voller Leselust wie bei den anderen Potter- Bänden.

Fazit: Völlig unerwartet hat mich dieses Buch geflasht und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Frau Rowling kann also nicht nur Krimis und Kinderbücher schreiben, sondern auch Theaterstücke. Einfach spitze!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Freitag, 7. Oktober 2016

Rezension Beatrix Gurian

"Glimmernächte" von Beatrix Gurian


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Arena (1. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401602160
ISBN-13: 978-3401602165
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Inhaltsangabe:

 
Ein Glimmen in der Nacht, ein Geheimnis hinter Masken, eine Liebe, die alles überwindet.
Durch die Heirat ihrer Mutter mit dem Grafen Frederik von Raben zieht Pippa in ein prächtiges Schloss nach Dänemark. Doch ihre neue Familie birgt ein Geheimnis, das immer mehr Besitz von Pippa ergreift. Seltsame Dinge geschehen und bald weiß sie nicht mehr, was real ist und was nicht. Bei einem Ball begegnet Pippa ihrem verwirrend attraktiven Stiefbruder Niels. Beide kommen sich schnell näher, doch auch Niels scheint nicht ganz ehrlich zu sein. Als Pippa klar wird, welche Mächte in Schloss Ravensholm lauern, muss sie alles aufs Spiel setzen, um die zu retten, die sie liebt ...

Autoreninfo:

Beatrix Gurian (Beatrix Mannel) studierte Theater- und Literaturwissenschaften in Erlangen, Perugia und München. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Redakteurin beim Fernsehen. Seitdem schreibt sie Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurden. Für ihre aufwändigen Recherchen reist sie um die ganze Welt. Außerdem unterrichtet sie kreatives Schreiben für alle Altersstufen. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

Meine Meinung:

Titel: Ein Funkeln in der Nacht...

Da mir sowohl die Erwachsenenromane als auch die Jugendbücher der Autorin bisher immer gut gefallen haben, habe ich hier einfach blind zugegriffen, auch wenn Prinzessinnengeschichten nicht so ganz meins sind. Es wurde jedoch schnell klar, dass hinter dem glitzernden Einband weit mehr steckt als eine romantische Geschichte.

Im Buch geht es um die junge Philippa, Spitzname Pippa, die aufgrund der Heirat ihrer Mutter mit einem Grafen in das wunderschöne Dänemark zieht. Doch auf dem Familienanwesen finden mysteriöse Ereignisse statt, die sich keiner erklären kann. Was steckt dahinter? Wird Pippa es rausfinden ohne sich dabei in Gefahr zu begeben?

Die Handlung wird uns über Pippa als Ich- Erzählerin nahe gebracht. Die Wahl der Perspektive fand ich hier sehr passend, da man so am besten die Gedankengänge von ihr nachvollziehen und auch selber miträtseln kann.

Doch nicht nur Pippa war als Charakter gut dargestellt, wussten auch die anderen Persönlichkeiten zu überzeugen. Die Autorin hat jedem Protagonisten ausreichend Raum gegeben.

Mir hat an dem Buch besonders gefallen, dass man sich herrlich bei gruseln konnte, denn das hatte ich bei der äußeren Gestaltung so gar nicht erwartet. Gänsehautmomente finde ich besonders bei Jugendbüchern sehr wichtig. Die mysteriösen Elemente hatten es in sich und dass sich dann alles noch realistisch erklären ließ, das hat mich dann sehr überrascht.

Es kam sehr gut rüber, dass das Leben auf einem Schloss zwar verlockend klingt, aber nicht unbedingt so berauschend sein muss wie man es sich vorstellt. Zudem hatte Pippa ja dann doch damit zu kämpfen ihr altes Zuhause hinter sich lassen zu müssen.

Die zarte Liebesgeschichte wusste auch zu überzeugen. Ich fand es gut, dass diese nicht im Mittelpunkt stand, denn ich bin nicht so der Liebesromanfan.

Fazit: Mal eine ganz andere Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gelungen!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Sonntag, 2. Oktober 2016

[Filmkritik] Ein Mann namens Ove

Ein Mann namens Ove


Darsteller: Rolf Lassgård, Bahar Pars, Filip Berg, Ida Engvoll, Tobias Almborg
Komponist: Gaute Storaas
Künstler: Jan Olof Agren, Camilla Lindblom, Lone Korslund, Claes Stenmark, Annica Bellander, Hannes Holm, Göran Hallberg, Fredrik Morheden, Michael Hjorth, Jessica Ask, Nicklas Wikström, Hanne Palmquist, Per Bouveng
Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Concorde Video
Erscheinungstermin: 18. August 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 112 Minuten


Inhaltsangabe:

Der 59-jährige Ove ist der Nachbar aus der Hölle: Jeden Morgen um 5 Uhr patrouilliert er durch die Reihenhaussiedlung und kontrolliert, ob der Müll richtig getrennt und die Garagen ordentlich verschlossen sind, notiert Falschparker und liefert sich verbale Gefechte mit unliebsamen Nachbarn. Auch ansonsten hat Ove an alles und jedem etwas auszusetzen. Nur seiner geliebten, verstorbenen Frau Sonja, der er täglich auf dem Friedhof frische Blumen bringt und alles berichtet, zeigt er, wie es wirklich um ihn steht. Am liebsten möchte er baldmöglichst wieder mit ihr vereint sein und plant daher umsichtig seinen Selbstmord. Aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen: Die neuen Nachbarn brauchen seine Hilfe, ebenso sein alter Freund Rune, der zwangsweise in ein Pflegeheim eingewiesen werden soll, oder der junge Dönerverkäufer Mirsad, der von seinem Vater vor die Tür gesetzt wird, weil er schwul ist, und schließlich auch noch die streunende Katze. Immer gibt es noch etwas in Ordnung zu bringen oder zu regeln. Erst allmählich wird allen klar, dass unter Oves rauer Schale ein im wahrsten Sinne des Wortes sehr großes Herz schlummert.

Meine Meinung:

Titel: Wird dem Buch mehr als nur gerecht...

So sehr ich Literaturverfilmungen mag, so sehr bereiten sie mir Schwierigkeiten, denn wenn ich ein Buch, wie die Vorlage zu diesem Film, sehr mag, dann muss es einfach passen, ansonsten bin ich enttäuscht. Zum Glück wird diese Verfilmung dem Buch mehr als nur gerecht.

Zunächst muss ich ein großes Lob aussprechen für die Auswahl der Schauspieler, denn sowohl Ove als auch meine Lieblingsfigur Parvaneh sind sehr gut besetzt worden, denn im Roman habe ich sie mir genauso vorgestellt.

Besonders bedrückend und anschaulich zugleich empfand ich die Darstellung von Oves Selbstmordversuchen. Da habe ich ein ums andere Mal eine Gänsehaut bekommen und wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

Die Sequenzen aus der Vergangenheit mit Ehefrau Sonja haben mir besonders gut gefallen, da sie das Flair der damaligen Zeit gut rüber gebracht haben.

Dieser Film regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern man kann auch des Öfteren herzhaft lachen.

Wer das Buch noch nicht kennt, der hat nach diesem schönen Film definitiv Appetit drauf.

Fazit: Für mich eine gelungene Romanverfilmung, die ich gern weiterempfehle. Prädikat gut!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 1. Oktober 2016

Rezension Thommie Bayer

"Seltene Affären" von Thommie Bayer


Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492056113
ISBN-13: 978-3492056113


Inhaltsangabe:

Von Montag bis Donnerstag führt Peter Vorden ein Feinschmecker-Restaurant in Lothringen. Danach beginnt sein richtiges Leben. Denn dann zieht Vorden sich zurück in seine deutsche Wohnung und schreibt Kurzgeschichten. Er tut es für seinen erfolgreichen Bruder Paul, den Schriftsteller, dem er damit immer wieder aus der Klemme hilft. Paul ist sein Zwillingsbruder und hat vor vielen Jahren Anne geheiratet, die einzige Frau, die für Peter je infrage kam. Seither lebt Peter mit Affären - und ahnt doch, dass er den großen Konflikt in seinem Leben endlich lösen muss.

Autoreninfo:

Thommie Bayer, 1953 in Esslingen geboren, studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann, Stories, Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm "Die gefährliche Frau", "Singvogel", der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman "Eine kurze Geschichte vom Glück" und zuletzt "Weißer Zug nach Süden".

Meine Meinung:

Titel: Herr Vorden schreibt Geschichten...

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um die lose Fortsetzung zu "Weißer Zug nach Süden", wobei man auch ohne Vorkenntnis des Vorgängers keine Verständnisprobleme haben sollte. Nur den einen oder anderen Aha- Moment verpasst man dann allerdings.

Während es im ersten Buch um die Haushaltshilfe Ciara ging, dreht sich hier nun alles um ihren Arbeitgeber Peter Vorden, dessen Zwillingsbruder Autor ist.

Die Handlung wird uns über Herrn Vorden als Ich- Erzähler nahe gebracht, weshalb wir sehr intensiv seine Gedanken- und Gefühlswelt erleben dürfen. Es sind vor allem die eher leisen Momente, die das Besondere bei diesem Roman ausmachen, denn man wird beim Lesen doch sehr nachdenklich.

Wir erleben das Leben von Herrn Vorden sowohl als jungen Erwachsenen als auch als älteren Herren, so dass wir dadurch auch den Wandel der Zeit spüren können.

Es gelingt dem Autor Thommie Bayer mal wieder mit recht wenigen Worten so viel zu erzählen. Auch wenn der Roman nicht mal 200 Seiten aufweist, so hat er doch so viel zu bieten. Was macht uns glücklich im Leben? Und bereuen wir, was wir bisher getan haben?

Fazit: Ein Kleinod unter den Romanen. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Montag, 15. August 2016

Auszeit!

Hallo ihr Lieben,

ihr habt euch sicher schon gewundert, warum ihr das ganze Wochenende nichts von mir gehört habt?! Es ist etwas in meinem Leben passiert, was ich erst einmal begreifen und verarbeiten muss.

Ich bin am Wochenende zu Hause ausgezogen. Aktuell habe ich kein richtiges Zuhause und auch keinen Internetanschluss. Ich hoffe das regelt sich recht schnell. Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür, dass ich mich derzeit nicht so richtig in der Lage sehe zu bloggen, da ich gar nicht weiß wo mir der Kopf steht. Ich hoffe, dass die Auszeit nur wenige Wochen dauert und ihr mir als Leser treu bleibt.

Liebe Grüße

euer nicigirl85 alias Janine