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Sonntag, 21. Januar 2018

[Filmkritik] Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht


Darsteller: Lewis MacDougall, Toby Kebbell, Felicity Jones, Liam Neeson, Sigourney Weaver
Regisseur(e): Juan Antonio Bayona
Komponist: Fernando Velazquez
Künstler: Jaume Martí, Eugenio Caballero, Álvaro Augustín, Belén Atienza, Shaheen Baig, Oscar Faura, Sandra Hermida, Oriol Tarragó, Steven Noble, Marese Langan, Pau Costa, Felix Berges, Bernat Vilaplana, Peter Glossop, David Marti, Ghislain Barrois, Marc Orts, Mitch Horwits, Jonathan King, Enrique Lopez Lavigne, Patrick Ness, William Pohlad, Jeff Skoll, Patrick Wachsberger
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: STUDIOCANAL
Erscheinungstermin: 19. Oktober 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 105 Minuten
ASIN: B07116NH5S


Inhaltsangabe:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Meine Meinung:

Titel: Wenn das Baummonster zu Besuch kommt...

Das Buch steht noch ungelesen in meinem Regal, daher kann ich nur bewerten wie ich den Film an sich fand und nicht, ob sich die filmische Umsetzung mit dem Buch deckt.

In der Geschichte geht es um Conor, der eine krebskranke Mutter hat und mit seinen Ängsten, Nöten und Sorgen gänzlich allein zu sein scheint, denn sein Vater hat mittlerweile eine neue Familie. Der Junge hat nachts immer ein und denselben Albtraum, doch eines Tages bekommt er Besuch von einem Monster, einer lebendig gewordenen Eibe. Conor bekommt Geschichten erzählt, die ihn aufwühlen und zum Nachdenken bringen. Ist der Baum vielleicht sein einziger Freund?

Ich hatte völlig andere Erwartungen an den Film als das was ich dann geboten bekam.

Die Handlung dreht sich ausschließlich um Conor und seine Welt. Die an Krebs erkrankte Mutter ist schon Belastung genug, doch muss der Junge auch noch ohne Vater leben, eine gefühlskalte Frau zur Großmutter haben und in der Schule gemobbt werden. Wie kann ein kleiner Junge so etwas nur aushalten? Mir fiel es schwer das alles mit ertragen zu müssen. Besonders traurig ist, dass er keinen Halt in seiner Familie findet. Auch die Bindung zu seiner Mutter wurde für mich nicht wirklich deutlich.

Der Film ist ungemein düster, zieht einen emotional regelrecht runter. Zudem zog er sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Ich brauchte zwei Anläufe um ihn komplett zu sehen. Man erlebt zwar die schrecklichen Dinge mit, wird aber emotional nicht wirklich davon berührt.

Die schauspielerische Leistung von Lewis MacDougall möchte ich gar nicht bestreiten, man kauft  ihm das Elend ab, aber er konnte mich einfach nicht damit berühren. Man leidet irgendwie nicht mit ihm mit, sondern ist nur oberflächlicher Zuschauer.

Auch Mutter und Tochter wirkten auf mich nicht wie Familie. Klar scheint die Großmutter immer zur Stelle zu sein, aber stets ist sie so enorm kontrolliert und funktioniert nur.

Das Ende wirkte auf mich dann zu sehr nach Klischee, da erst dann die Familie zusammen ist und endlich mal geweint wird. Das Gespräch zwischen Großmutter und Enkel war eher unglaubwürdig, denn meines Erachtens nach ist Conor noch zu klein, um das zu verstehen, was seine Oma damit meint.

Die Darstellung des magischen Baummonsters fand ich sehr gelungen. Dieser könnte tatsächlich kindlicher Fantasie entsprungen sein. Auch die vielen Zeichnungen im Film fand ich beeindruckend, rettet aber nicht mehr den Gesamteindruck.

Fazit: Meine Erwartungen konnte der Film leider nicht erfüllen. Mir fehlte hier das entsprechende Gefühl dazu. Düster allein reicht nicht aus, um bei mir Gefühle hervorzurufen.

Bewertung: knappe 3/5 Sternen

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Freitag, 19. Januar 2018

Neuzugänge durch Rebuy Bestellung

Wie der Ein oder Andere schon gemerkt haben dürfte, läuft es bei mir mit dem Lesen endlich wieder besser. Ich habe endlich wieder die Muße regelmäßig zu lesen und ich behalte auch was ich gelesen habe. Das hat mich dazu veranlasst, mal neue Bücher bei mir einziehen zu lassen.



Das sind die neuen Schätze, die den Weg zu mir gefunden haben. Bis auf eines, was mir vom Zustand nur so mittel gefällt, sind alle in dem von rebuy beschriebenen Zustand. Das Diabolic werde ich aber dennoch behalten, da "nur" der Schutzumschlag nicht mehr so toll aussieht. Ich bin da leider etwas pingelig.

Für die 8 Bücher habe ich knappe 80 Euro bezahlt, neu hätten sie fast das Doppelte gekostet. Ich weiß nicht was ihr so für Erfahrungen mit Rebuy gemacht habt. Die meisten von meinen Erfahrungen mit Rebuy waren bisher positiv, nur habe ich selbst das Gefühl, dass sie teurer geworden sind. Dennoch habe ich die gezeigten Bücher dort trotz Versandkosten noch am günstigsten bekommen. Und Versand war wieder ratz fatz, schneller ist Amazon auch nicht.



Diese drei Schätze sind für mich Käufe zum Wegträumen und mal an andere Orte und in andere Zeiten eintauchen. Ich persönlich liebe ja Romane mit historischem Hintergrund.



Bei diesen beiden handelt es sich ganz klar um Coverkäufe. Meine Neugierde wurde wirklich durch die Cover geweckt. Natürlich habe ich mir Klappentext und Leseprobe gegönnt, aber ohne die tollen Cover wäre ich wahrscheinlich gar nicht drauf aufmerksam geworden. Kennt ihr das auch, dass sich ein Buchcover bei euch ins Hirn eingebrannt hat und ihr dadurch das Buch nicht vergessen könnt und recherchieren müsst? 



Diese beiden Schätze dienen zur Reihenvervollständigung. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich wohl jeweils mit Band eins erneut durchstarten muss, eh ich mit den Fortsetzungen weitermachen kann, da ich bei beiden null Erinnerung habe, was passiert. Aber da ich damals eh noch nicht rezensiert habe, kann ich dann ja nochmal frisch meine Meinung dazu kundtun.



Über dieses Buch habe ich schon sehr viel Positives gehört und da ich Cara Delevigne sowohl als Model als auch als Schauspielerin mag, wollte ich natürlich wissen wie sie sich als Autorin macht. Ich bin mächtig gespannt, was mich bei den jeweiligen Büchern erwartet.
 

Habt ihr schon eines davon gelesen oder vielleicht noch ungelesen in eurem Bücherregal?

Dienstag, 16. Januar 2018

Rezension Anne Frytag

"Den Mund voll ungesagter Dinge" von Anne Frytag


Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: 1. Auflage (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453271033
ISBN-13: 978-3453271036
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Inhaltsangabe:

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Autoreninfo:

Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Erwachsenen- und All-Age-Romanen widmete. Ihr Jugendbuch-Debüt "Mein bester letzter Sommer" wurde von Buchhändlern und der Presse gleichermaßen gefeiert und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert.

Meine Meinung:

Titel: Wenn aus Freundschaft Liebe wird…

„Den Mund voll ungesagter Worte“ ist mein erstes Buch von Anne Frytag gewesen, aber ich habe schon so viel Positives über sie gehört, dass ich mal eines ihrer Bücher lesen musste. Und was soll ich sagen? Ich wurde regelrecht umgehauen und habe den Jugendroman durchgesuchtet.

In der Geschichte geht es um Sophie, die von Hamburg nach München ziehen muss, weil ihr Vater unbedingt zu seiner neuen Flamme ziehen will. Ihre Mutter kennt sie nicht, denn diese hat sie als kleines Baby im Stich gelassen. Sophie, alias Motte, ist frustriert, muss sie schließlich ihre Freunde und ihr Zuhause, in dem sie aufgewachsen ist, zurücklassen. Zu allem Überfluss spielt sich Papas Neue auch noch als Ersatzmutter auf. Warum nur muss sie diesen ganzen Blödsinn ertragen? Alle sind glücklich, nur sie nicht. Doch dann tritt Alex in ihr Leben und alles wird anders. Ist sie vielleicht doch in der Lage zu lieben?

Die Handlung wird uns durch Sophie als Ich- Erzählerin nahegebracht. Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass sie ein Charakter mit Ecken und Kanten ist. Hier fand ich besonders beeindruckend, dass der Autorin die inneren Konflikte von Sophie unglaublich gut gelungen sind. Ihre Gefühle, Ängste und Sorgen haben mir, obwohl ich fast doppelt so alt bin wie sie, aus der Seele gesprochen. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl sie zu sein, einfach weil ich mich so sehr mit ihr identifizieren konnte.

Die Akteure um Sophie drum rum werden ebenfalls ausführlich zur Geltung gebracht, so dass man sich von ihnen ein Bild machen kann. Es ist von allem etwas dabei, vom Weiberheld bis hin zum Nerd.

Die eingeflochtene Liebesgeschichte kaufe ich absolut ab, an den Gefühlen der beiden habe ich absolut keinen Zweifel.

Frau Frytag gelang es zudem mich an der Nase herumzuführen, dachte ich doch anfänglich, dass es sich bei Alex um einen Jungen handelt. Ich bin nicht so die Klappentextleserin, denn sonst wäre es mir sicher eher aufgefallen.

Besonders sticht in der Handlung Sophies Einsamkeit hervor, die ich so intensiv mitfühlen konnte, dass es mir beim Lesen fast schon weh getan hat. Das Geschriebene ging mir so nahe, dass ich teilweise feuchte Augen beim Lesen bekommen habe.

Fazit: Ein emotionaler Jugendroman über Freundschaft, Liebe und das Leben an sich, der den Leser einfach nur umhaut. Klasse! Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen. Für mich ganz klar ein Highlight.

Bewertung: 5/ 5 Sternen


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Freitag, 12. Januar 2018

[Filmkritik] Suite francaise - Melodie der Liebe

Suite francaise - Melodie der Liebe


Darsteller: Michelle Williams, Kristin Scott Thomas, Matthias Schoenaerts, Ruth Wilson, Margot Robbie
Komponist: Rael Jones
Künstler: Pierre Mertens, Jenny Shircore, Michael O'Connor, Daniel Hubbard, Chris Dickens, Genevieve Lemal, Eduard Grau, Matt Charman, Romain Bremond, Christine Raspillère, Michael Carlin, Saul Dibb, Andrea Cornwell, Benoit Luporsi, Stephen Griffiths, Michael Kuhn, Sebastian Moradiellos, Xavier Marchand
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 3. Juni 2016
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 104 Minuten


Inhaltsangabe:

Sommer 1940 in Frankreich: Die junge Lucile Angellier lebt unter der Fuchtel ihrer Schwiegermutter in dem kleinen Dorf Bussy, ihr Mann ist im Krieg. Erst treffen Pariser Flüchtlinge ein und dann ein deutsches Regiment, dessen Soldaten bei den Bewohnern einquartiert werden. Zwischen Lucile und dem ungebetenen Gast, einem kultivierten deutschen Offizier, knistert es. Aber die Brutalität des Krieges lässt zarte Gefühle zwischen Feinden nicht zu.

Meine Meinung:

Titel: Folge deinem Herzen, niemals deinem Verstand...

Über diesen Film bin ich eher zufällig gestoßen, weil dieser als neuer Film bei Amazon Prime Video angeboten wurde und als ich sah, dass die Handlung zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielt und es sich hierbei um eine Romanverfilmung von Irène Némirovsky handelt, war meine Neugierde geweckt, denn ich liebe ja Romanverfilmungen, erst recht wenn sie auf wahren Begebenheiten beruhen.

In der Geschichte geht es um Lucile, deren kleines, französisches Dorf von den Deutschen besetzt wird. Sie lebt mit ihrer Schwiegermutter allein, da ihr Mann im Krieg ist. Im herrschaftlichen Haus der Schwiegermutter wird ein deutscher Offizier einquartiert. Lucile wird strengstens verboten sich mit diesem Mann zu unterhalten, doch er spielt so göttlich Klavier, dass sie sich nicht daran halten kann. Wird ihr zum Verhängnis, dass sie ihrem Herzen folgt?

Lucile wird von Michelle Williams dargestellt, was mir als die perfekte Besetzung erscheint. Ich kenne sie seitdem sie bei Dawsons Creek mitgespielt hat, aber hier wächst sie über sich hinaus. In ihrer Gestik und Mimik spiegeln sich so intensiv die Gefühle wider, dass man einfach nur mitfühlen kann und beim Schauen des Films Herzklopfen bekommt.

Die Schwiegermutter Madame Angellier durch Kristin Scott Thomas dargestellt ist unheimlich furchteinflößend, kein Wunder, dass die Bediensteten und ihre Schwiegertochter gehörigen Respekt vor ihr haben.

Gut gefallen hat mir zudem, dass deutsche Soldaten nahezu ausschließlich von deutschen Darstellern wie Heino Ferch oder Tom Schilling verkörpert werden. Den schmucken Tom Schilling mal als Bösewicht zu erleben, hat mich überrascht, aber man kauft es ihm in jedem Fall ab.

Die Liebesgeschichte ist sehr gefühlvoll dargestellt und die wenigen Momente, die das ungleiche Paar hat, selbst für den Zuschauer kostbar.

Die Gräueltaten der Besatzer werden ebenfalls realistisch dargestellt, nehmen aber nur am Rande der Handlung Raum ein und dominieren zum Glück nicht den kompletten Film. Die damalige Zeit wird in meinen Augen authentisch rüber gebracht.

Fazit: Ein Film, der bewegt und noch lange nachklingt. Klare Empfehlung sich diesen nicht entgehen zu lassen.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Sonntag, 7. Januar 2018

Rezension Dan Brown

"Origin" von Dan Brown


Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: 2 (4. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431039995
ISBN-13: 978-3431039993
Originaltitel: Origin


Inhaltsangabe:

Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen. Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Autoreninfo:

Dan Brown wurde 1964 in Exeter, New Hampshire (USA) geboren. Als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin wuchs er in einem Umfeld heran, in dem Religion und Wissenschaft Hand in Hand gingen, was sich auch in seinen Thrillern wiederspiegelt. Dan Brown ist Autor zahlreicher Thriller, die allesamt über Monate die Bestsellerlisten angeführt haben und darüber hinaus erfolgreich verfilmt wurden.Dan Brown lebt mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in Neuengland.

Meine Meinung:

Titel: Eine Nacht voller Ereignisse...

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Dan Brown gelesen habe und so fiel es mir anfänglich etwas schwer in den bildgewaltigen Thriller einzutauchen. Doch je mehr ich las, desto mehr wuchs meine Neugier und so habe ich diesen 5. Band um Robert Langdon innerhalb von vier Tagen regelrecht inhaliert.

Edmond Kirsch, ein ehemaliger Schüler Langdons hat es geschafft als Wissenschaftler anerkannt zu sein und der einstigen Armut zu entfliehen. Als bekennender Atheist hat er nun den größten Clou vor, denn er will der Menschheit seine Entdeckung offenbaren, die alle Religionen ins Wanken bringen wird. Doch in der Nacht, als Kirsch seine Präsentation der Welt vorführen will, kommt alles anders als gedacht. Bleibt das Geheimnis der Menschheit für immer verborgen oder kann Robert Langdon doch noch für die Bekanntgabe sorgen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, der nicht nur Langdons Leben in Gefahr bringt. Kann er es schaffen?

Hat man sich erst einmal wieder an den bildreichen Schreibstil des Autors gewöhnt, gelingt es einem hervorragend sich die geschilderten Gebäude, Gemälde und ähnliches vor Augen zu führen. Während des Lesens blieb es jedoch ein ums andere Mal nicht aus, dass ich online recherchieren musste, wovon im Buch gerade die Rede war, so dass ich noch tiefer in die Geschichte eintauchen konnte. Denn das Tolle an Browns Geschichte ist wieder einmal, dass alles an Schauplätzen stattfindet, die es in der Realität ebenfalls gibt.

Etwas unangenehm empfand ich persönlich die vielen Einstreuungen spanischer Sprache, die bei mir eher den Lesefluss gestört haben als dass sie dazu beigetragen haben, dass ich mir Spanien und alles drum rum besser vorstellen konnte.

Langdons Flucht und die Suche nach der Wahrheit waren überaus spannend beschrieben. Auch hat mir wieder gefallen, dass auf alte Fälle kurz hingewiesen wird und dass Langdons Eigenheiten wie das Tragen seiner Micky Maus Uhr oder seine bildhafte Vorstellungskraft erwähnt werden.

Die um Langdon herum agierenden Charaktere wie Ambra Vidal, der zukünftige spanische König oder Bischof Valdespino sind ausreichend beschrieben, um sich über sie ein Urteil zu bilden und sie zu mögen oder eben nicht. Besonders nahe ging mir dabei das Schicksal des Attentäters, der aufgrund seines Glaubens und einer schlimmen Erfahrung in seinem Leben falsche Entscheidungen trifft.

Sehr befremdlich empfand ich Winston, die künstliche Intelligenz, mit der Edmond Kirsch und später auch Langdon interagiert. Klar ist das schon in unserer Welt umsetzbar, aber dass eine Maschine so viel Macht haben kann, ist schon sehr erschreckend.

Die Offenbarung am Ende des Thrillers fand ich persönlich etwas zu lahm. Hier hatte ich irgendwie mehr erwartet, wobei ich jedoch nicht genau sagen kann wie das hätte aussehen müssen.

Fazit: Ein spannender Thriller in bekannter Brown Manier, der gut zu unterhalten weiß. Spannend, aber nicht perfekt. Für Langdon Fans jedoch in jedem Fall ein Muss.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Dienstag, 2. Januar 2018

Rezension Kerstin Gier

"Wolkenschloss" von Kerstin Gier


Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (9. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841440215
ISBN-13: 978-3841440211
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre


Inhaltsangabe:

Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Autoreninfo:

Kerstin Gier hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Ihre phantastische Trilogie "Silber" ist ein internationaler Bestseller, genauso wie die Romane "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün", sowie "Müttermafia" und "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner". Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. 

Meine Meinung:

Titel: Fanny Funke undercover im Winter Wonder Land...

Kerstin Gier hat mich bisher nicht nur mit ihren Frauenromanen wie der "Müttermafia" begeistern können, sondern auch mit ihren Jugendbuchtrilogien und so freute ich mich, endlich wieder ein spritziges Einzelwerk in den Händen zu halten.

Dieses Werk ist perfekt für kalte Wintertage, um es sich mit einer dicken Decke und einer Tasse Tee gemütlich zu machen und so die im Buch beschriebene winterliche Landschaft in den Bergen erst richtig vorstellen und genießen zu können.

Fanny ist ein typischer Kerstin Gier Charakter, denn sie ist jemand mit Ecken und Kanten und somit alles andere als perfekt, aber gerade das macht sie immens sympathisch.

Fanny hat die Schule abgebrochen, will ihr Abi nicht fertig machen und landet so im Grandhotel Wolkenschloss als Praktikantin, was im Grunde nichts anderes bedeutet als das Mädchen für alles zu sein. Doch schnell merkt Fanny, dass nicht alle Gäste sind, was sie vorgeben zu sein. Wird sie ihr waches Auge in Schwierigkeiten bringen?

Die Hotelgäste im Wolkenschloss sind wirklich sehr speziell. Von der erfolgreichen Sportlerin bis hin zum Krimiautoren ist alles vertreten. Auch bringen die Promis ihre verwöhnten Kinder mit. Doch warum trägt der eine Gast eine Waffe und was für eine Geschichte erzählt der Autor immer wieder? Ist diese echt oder entspringt sie nur seiner Fantasie?

Frau Gier lässt sich Zeit die agierenden Personen und das Haus ausführlich zu beschreiben, was mir gut gefallen hat, denn so kann man sich alles besser vorstellen. Liebenswert kommen dabei vor allem die Beschäftigten des Hotels weg. Und cool fand ich zudem, dass auch Tiere besondere Rollen in der Geschichte einnehmen.

So richtig spannend im Buch wird es erst im letzten Drittel, aber mich hat das nicht gestört, da meine Erwartungen an die Geschichte ganz andere waren als das was letztendlich passiert ist. Klar fand ich die überraschenden Wendungen zum Schluss sehr besonders, aber sie sind nur ein Teil dieser tollen Geschichte.

Für die Romantiker unter uns ist auch ein Wenig Liebe mit im Spiel.

Der Autorin gelingt es wieder einmal mit ihrer frischen Schreibweise den zumeist weiblichen Leser zu begeistern. Gerade die Besonderheiten wie schweizer Mundart oder aber die röhrende, tote Leitung machen den Roman zu einem einzigen Erlebnis.

Fazit: Mich hat Frau Gier wieder gut unterhalten können und ich finde es schön in diesem Fall mal wieder einen abgeschlossenen Roman lesen zu dürfen. Erfrischend und unterhaltsam, ganz Kerstin Gier.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Samstag, 23. Dezember 2017

Rezension John Green

"Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" von John Green


Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (10. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446259031
ISBN-13: 978-3446259034
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Turtles All the Way Down


Inhaltsangabe:

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht. 

Autoreninfo:

John Green, 1977 geboren, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Indianapolis. Für seine Jugendromane erhielt er großes Lob der Kritik, gewann den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur und wurde außerdem ausgezeichnet mit der CORINE und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Meine Meinung:

Titel: Sind die Gedanken stärker als du selbst?

John Green hat mich seit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als Leserin gewonnen und so ist es keine Überraschung, dass mich sein neustes Werk angezogen hat. Gerade weil die ersten Stimmen zu diesem Buch nicht ganz so positiv waren, wurde meine Neugier nur umso größer.

Der Klappentext ist leider irreführend gestaltet, denn um die Suche nach dem verschwundenen Milliardär Pickett geht es ganz sicher nicht. In der Geschichte dreht sich alles ausschließlich um Aza Holmes und ihre zwanghaften Gedanken und Handlungen.

Wer mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen noch nicht in Berührung gekommen ist oder diese vielleicht sogar selbst erlebt hat, dem wird vieles im Roman einfach nur befremdlich und abstoßend erscheinen, weil man es schlichtweg nicht nachvollziehen kann. 

Green gelingt es diese Gedanken und Handlungen so abstoßend darzustellen, dass einem beim Lesen ein ums andere Mal die Gänsehaut überfällt. Aber warum reagiert man darauf als Leser so? Ganz klar, weil in der Gesellschaft psychische Erkrankungen nach wie vor als Tabuthema gelten und man einfach nicht darüber spricht. So wie Aza schämen sich viele für das was sie jeden Tag begleitet, aber sie können schlichtweg nichts dafür.

Mir hat an dem Jugendroman besonders gefallen, dass der Autor aufzeigt, dass man aufgrund der Krankheit vieles um sich herum gar nicht wahrnimmt oder vergisst, einfach weil man nur mit sich selbst beschäftigt ist. Während Betroffene ihr Verhalten gar nicht so empfinden, sehen Außenstehende diese oft als arrogant oder selbstsüchtig an, was jedoch nur so wirkt und nicht der Realität entspricht.

Green beschönigt nichts, so schildert er schonungslos die immer wiederkehrenden Selbstverletzungen. Mir hat Aza so Leid getan, denn als Leser denkt man jedes Mal: "Bitte lass es endlich sein." "Nein bitte nicht schon wieder." oder ähnliches, aber das was Aza tut ist keine selbstbestimmte Entscheidung, sondern ein Zwang. Erst wenn dieser ausgeführt ist, kann sie normal weitermachen, bis dass der Zwang sie wieder ereilt und das ganze Spiel von vorn los geht. Klar ist dies erschreckend, aber genauso läuft das ab. 

Es handelt sich hierbei um ein augenöffnendes Buch, welches jeder lesen sollte, um sich dem Thema Zwangsstörung zu widmen und Betroffene besser verstehen zu können.

Fazit: Mehr als ein Jugendbuch, da es ein Tabuthema anspricht, welches keines sein sollte. Kurzweillige Lektüre, die nachdenklich stimmt und zeigt, dass man mit seinen Problemen nicht allein auf der Welt ist. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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